Lettre à une amie, de José Fernandez Delgado (août 2005)

Prison de Aachen, août 2005

Bedeutendere und unbedeutendere Einzelheiten dessen, was bis jetzt geschehen ist, stehen in dieser Broschüre bereits allen zur Verfügung. Bald werde ich zu einer exemplarischen Strafe verurteilt werden, weil ich dem bewaffneten Arm des Tyrannen herausgefordert habe, als ich mein legitimes Recht des freien Menschen zu verteidigen suchte. In den Fähigkeiten des Tyrannen kann ich kein befolgenswertes Beispiel erkennen: Besteuern der Bevölkerung, Mangel an Respekt für unsere natürliche Umgebung, der sich vom Abholzen eines Baumes bis zum Herumspielen mit Atombomben erstreckt, Eingrenzen von Territorien, Klassifizierung von Menschen... die Kette schwerer und schwerster Beleidigungen ist endlos und ich möchte mich in meiner Botschaft kurz fassen. Die vom Tyrannen genutzten Instrumente sind Strukturen, die auf Angst beruhen, auf authentischem Terror: Armeen, Polizei, Gerichte, Gefängnisse. Keine von ihnen flösst mir Vertrauen ein, und auch heute noch, aus einem seiner Verliese, lehne ich ihn ab und rebelliere. Ich
habe ihn noch nie akzeptiert und werde ihn auch nie akzeptieren; ich brauche ihn nicht, die Menschheit braucht ihn nicht und er weiss, dass ihn die Menschheit nicht braucht. Deswegen ist er so fordernd und übt auf eine deart brutale Weise Druck aus. Ich möchte mit dieser einfachen Botschaft einen Aufruf an jene senden, die es hören möchten: Vereinigen wir unsere Stimmen und unsere Kräfte, um von allem Punkten dem Tyrannen auf redegewandte Weise zuzuschreien, dass der uns aufgedrängte gehetzte Lebensrhythmus uns nur zur kompletten Zerstörung unserer Sinne führt; dass wir in dem gegenwärtigen und beständigen Zustand von Angst und
Unsicherheit nicht weiterleben wollen; dass wir bereit sind, unser legitimes Recht auf Freiheit zu verteidigen. Freiheit, um uns selbst zu verwalten. Freiheit, um in Harmonie mit dem Planeten und seinen Bewohnern, Tieren, Menschen und Pflanzen zu leben. Dass wir, weil wir auf diese Weise leben möchten –frei von jeder Form von Herrschaft-, den Tyrannen dazu einladen, sich einfach mit der Menschheit zu mischen und auf diese Weise zu vermeiden, dass sich die Bevölkerung erhebt, was der Tyrann als Aufstand bezeichnen würde. Um des Wohles aller wuillen möchten wir die Sache nicht zu diesen extremen, harten, blutigen und destruktiven Resultaten führen: Wir fordern das Ende der Manipulation und der Herrschaft hier und jetzt. Wir wollen Freiheit ohne Zusatzstoffe atmen.

Die Solidarität ist eine Waffe, unsere Waffe.
Alle gemeinsam für die Freiheit!

José